Mittwoch, 15. Januar 2014

[Rezension] Beim Leben meiner Schwester von Jodi Picoult

Piper-Verlag



Preis: 9,99 Euro
Einband: Kartoniert
Seitenanzahl: 480
Altersempfehlung: -
Originaltitel:my sister's keeper
Verlag: PIPER Verlag
Reihe: -

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PIPER





Ohne ihre Schwester Anna kann Kate Fitzgerald nicht leben: Sie hat Leukämie. Doch als Anna 13 Jahre alt ist, weigert sie sich, weiterhin Knochenmark für ihre todkranke Schwester zu spenden. Für sie besteht kein Zweifel mehr, dass sie nur geboren worden ist, um ihrer Schwester das Leben zu retten. Aber Anna beginnt sich zu fragen, wer sie wirklich ist. Und sie beschließt nun, ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen – ein Anwalt soll dafür sorgen, dass sie ihren Körper nie mehr für Kate zur Verfügung stellen muss …

Das Cover zeigt ein Mädchen mit Sommersprossen. Sie wirkt nachdenklich gestimmt und es passt zum Buch. Außerdem gefällt mir das Cover auch so sehr gut.


Anna, ein 13 jähriges Mädchen, wurde geboren um ihre Schwester Kate Nabelschnurblut zu spenden. Kate hat Leukämie und lebt, wegen Anna, schon länger als andere Personen mit ihrer Krankheit. Über die Jahre wird Kate wieder rückfällig, macht Fortschritte und gerät wieder in Remission. Die Krankheit ist ein Kreislauf gegen das Leben. Als Kates Nieren versagen soll Anna eine ihrer Nieren spenden, doch Anna weigert sich. Der Anwalt Alexander Campbell soll ihr helfen beim Gericht die Anklage durchzubekommne, dass sie selber über ihren Körper bestimmen darf.

Jesse ist der Bruder von Anna und Kate. Da er in der Familie eher der Außenseiter ist, weil er keine große Rolle bei der Krankheit von Kate spielt, hat er sich zum Unruhestifter entwickelt. Da alle mit der Krankheit von Kate beschäftigt sind, bekommen sie nicht mit, was er in seiner Freizeit treibt. Erst als es fast zu spät ist, bekommt Brain es raus.
Brain ist Feuerwehrmann und sein Beruf ist ihm sehr wichtig. Seine Arbeit ist sein Ventil und kann all die Probleme seiner Familie verarbeiten. Er hält die Familie zusammen. Obwohl es nicht immer gelingt. Besonders nach Annas Anklage muss er sich vieles klar werden lassen.
Sarah war vor Kates Erkrankung Anwältin und hat ihren Beruf aufgegeben. Sie lebt nur noch dafür um Kate am Leben zu erhalten.

Das Buch wird aus verschiedenen Sichtweisen erzählt. Kates Sicht wird dabei nicht beschrieben. Jodi Picoult hat dieses beabsichtigt weggelassen. Dafür sieht man die Sicht von dem Anwalt und einer Verfahrenspflegerin. Sarah ist dabei sogar aus zwei Sichten zu lesen, aus der Vergangenheit und der Gegenwart. Die Anklage von Anna wird so auf juristischem und moralischem Weg aufgezeigt.

Die Thematik in diesem Buch ist einer sehr besondere, weil es einfach kein RICHTIG oder FALSCH gibt. Ich als Leser bekomme durch die verschiedenen Sichtweisen ein Interessenkonflikt und konnte mich am Ende immer noch nicht entscheiden und ich finde man kann es auch einfach nicht.
Auf der einen Seite Sarah und Brain: Kate darf nicht sterben! und auf der anderen Seite Anna: Ich möchte nicht mehr spenden. Ich liebe sie und ich weiß sie wird ohne meine Niere sterben.

Jodi Picoult hat es mit ihrer Schreibweise geschafft alle Gefühle aufleben zulassen, die man bei so einer Thematik nur fühlen kann. Während dem Lesen ist man betroffen, geschockt, teilweise sogar wütend, nachdenklich, hilflos usw. Man fragt sich, wie schafft sie jetzt noch ein positives Ende für alle Partien?
Die Persönlichkeiten sind sehr gut beschrieben und alle durch bestimmte Sätze, Worte oder sogar Taten kann sich der Leser in die Personen hineinversetzten.
Der medizinische Aspekt ist meiner Meinung als Leihe sehr gut recherchiert und eine kleine Liebesgeschichte kommt auch nicht zu kurz. Finde sie sogar sehr auflockernd und nicht störend.


Warum nur 4 Punkte, trotz meiner positiven Meinung? Das Ende. Im Gegensatz von anderen Personen finde ich das Ende gut, aber nahdem ich so ein emotionales Buch gelesen habe, total stotternd und hätte persönlich vielleicht ein paar mehr Seite dazu gehabt, nicht viele oder einfach nach "Verurteilung" ein Cut in die Geschichte.
Es ist ein sehr einfühlsames Buch und ich würde euch empfehlen Taschentücher bereit zulegen. Es ist eine Achterbahn der Gedanken. Außerdem sollte es jeder gelesen habe, sei weil es einfach ein Must have ist oder weil die Thematik im Buch immer presenter wird auf der Welt.



Challenge:








Kommentare:

  1. Ich kenne von "Beim Leben meiner Schwester" nur den Film. Auch der war gut, auch wenn es schon etwas her ist, dass ich den Film gesehen habe ^-^

    LG MissDuncelbunt

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    1. Ich habe den Film gesehen und fand ihn gut. Er wurde sehr gut umgesetzt. Ein paar Dinge wurde wie immer geändert oder weggelassen, aber die größte Veränderung ist das Ende. Es ist komplett anders als ihm Buch.

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    2. Also ist der eigentliche Grund für Annas Handeln im Buch ganz anders? Oder gibts da überhaupt einen anderen Grund? ich hab grad Angst zu spoilern ^^

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    3. Er wieder doch schon anders dargestellt, warum Anna so handelt, aber der Grund ist der gleiche, wenn ich mich jetzt nicht komplett täusche. Ist schon länger her, als ich ihn gelesen habe.
      Das Ende ist komplett anders im Buch oder sagen bzw. wurde etwas weggelassen und dadurch passiert etwas anderes.
      Es ist doof zuerklären, wenn man nicht spoilern will ^^

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    4. Schreibs per Mail, ich werde das Buch wahrscheinlich sowieso nicht lesen xD

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    5. Mache ich heute irgendwann :D Muss dir sowieso noch auf deine Email antworten, aber erstmal lese ich noch eine Runde.

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  2. Der Film ist zum heulen schön... Hab ihn schon öfter geschaut, in gewissen Abständen und jedes Mal muss ich weinen. Mir gefällt der Film sehr, auch wenn das Thema eher ernst ist, um einen zu gefallen...

    Hab vor kurzem "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" gelesen und auch da gehts um Krebs und seine Zerstörung. Ein sehr trauriges Buch, bei dem ich nun ein paar tage Abstand brauche um die Rezi schreiben zu können. Einer der Bücher die man gelesen haben soll ;-) Denn, den Sarkasmus kann man bei dieser Geschichte förmlich greifen. Vllt is das Buch auch was für dich Hanna ;)

    LG Sassi ;-)

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    1. Hi Sassi,
      Der Schicksal ist ein mieser Verräter ist noch auf meiner WuLi, aber ich muss sagen, dass es für die nächsten Monate ersteinmal reicht mit dem Thema Krebs. Ich habe diesen Monat zwei Bücher gelesen, wo das Thema vorkommt. Bei dem einen ist es zwar nicht das Hauptthema, aber steht schon sehr im Vordergrund.
      Der Film ist sehr gut und muss auch sagen: er gefällt mir ein wenig besser.

      Liebe Grüße Hanna

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